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Ein Geburtshoroskop berechnenwichtige Faktoren bei Astroprogrammen

In der heutigen Zeit findet man nur noch wenig Literatur zur Berechnung eines Geburtshoroskops. Das machen zwischenzeitlich Computerprogramme. Wir werden hier auch nicht eine Handberechnung beschreiben, weil dies unnötig ist.

Benötigte man vor zig Jahren noch einen ganzen Tag oder mehr um ein Horoskop per Hand zu berechnen und alle Planeten, Häuser und Aspekte einzutragen, wird deutlich wie gut wir es heute haben. Dennoch sollte man auf einige Funktionen bei Computerprogrammen achten und nicht wahllos zugreifen. Man geht oft davon aus, dass dauerhaft Alles korrekt ist. Das kann ein Irrtum sein. Worauf es ankommt werden wir hier erläutern.

Die wichtigen Vorgaben zur Horoskopberechnung

Astrologieprogramme zum Berechnen eines Horoskops Ohne Geburtsdatum, Uhrzeit und Geburtsort ist kein zuverlässiges Geburtshoroskop möglich. Deshalb hört man oft den Satz: "Wenn man die Uhrzeit nicht kennt, soll man 12 Uhr verwenden". Darauf sollte man sich nicht einlassen, denn der Aszendent und die Himmelsmitte kann ohne korrekte Geburtszeit nicht ermittelt werden. Jedes Haus verschiebt sich alle 4 Minuten um 1° im Tierkreis. Lediglich ein paar Aspekte (Planetenverbindungen) sind damit möglich und sollten eher vorsichtig gedeutet werden.

Bei der Uhrzeit ist zudem wichtig, ob es sich um Sommer- oder Winterzeit im Geburtsland handelt. Bei der Sommerzeit wird 1 Std. von der Geburtszeit abgezogen, bei der Winterzeit wieder dazu addiert. Das ist aber bezogen auf das jeweilige Land. Auch Beginn und Ende variieren.

Bei einem Astroprogramm sollte man deshalb darauf achten, ob man die Sommer-/Winterzeit selbst angeben kann. In einem Astroprogramm ist das voreingestellt zum Zeitpunkt der Programmierung. Wird sie verändert, wie das in Mallorca geschehen soll, stimmt das Horoskop nicht.

Abweichungen in Astroprogrammen

Viele Berechnungen sind unterschiedlich. Vergleicht man mehrere Astrologie-Programme miteinander, so wird man Unterschiede in den Planetenberechnungen feststellen, von teilweise mehreren Graden. Auch die Häuserberechnungen sind abweichend. Programmieren ist keine einheitliche Angelegenheit, deren Wege immer gleich sind. Auch Dezimalstellen von Planetenbahnen können gekürzt oder vom Programm gar nicht dargestellt werden.

Unterschiede kann Folgen bei der Deutung haben. Vor allem dann, wenn ein Planet in einen Grenzbereich zu einem Sternzeichen oder Haus fällt. Dadurch kann sich die komplette Interpretation verändern.

Als Hinweis für Anfänger: Der Stand der Sonne in einem Sternzeichen, den viele für "ihr Sternzeichen" halten, ist nur einer von vielen Interpretationsbereichen. Nur aufgrund des Sonnenstandes kann man keine Rückschlüsse auf den Charakter einer Person ziehen. Man sollte dies also nicht überbewerten oder glauben, weil jemand Stier ist und man selbst auch, versteht man sich deshalb besonders gut mit der Person. Ein Irrglauben oder Einbildung.

Normalzeit

Die Erde dreht sich um die Sonne und mit ihr die verschiedenen Jahreszeiten auf der Welt. Ist auf der einen Erd-Halbkugel Nacht, ist auf der anderen Mittag. Früher wurde die Zeit nach dem höchsten Stand der Sonne auf 12 Uhr Mittags eingestellt. Heutzutage wäre das unpraktisch und verwirrend. Heute teilt man diese Zeitverschiebungen in Zeitzonen ein. Die korrekte Geburtszeit in der Astrologie Ausgangsbasis ist Greenwich in London, der Nullmeridian. (Dieser hat sich aber im Laufe der Jahre verschoben und befindet sich in Wirklichkeit 102m weiter entfernt).

Der gedachte Längengrad 0° geht vom Nordpol zum Südpol. Von dort werden die Zeitzonen links oder westlich des Nullmeridians bis -180° oder bis -12 Std. berechnet und rechts vom Nullmeridian, also östlich mit +180° oder bis +12 Std. berechnet. Das bedeutet, jede Geburtszeit wird um eine Zeitzonen vor- oder zurück verschoben. Hinzu kommt die Sommerzeit, die je nachdem in welchem Land sie gilt zurückgerechnet wird.

Eine Zeitzone hat normalerweise eine Breite von 15°. Doch viele Zeitzonen sind breiter oder kürzer. Das liegt daran wie die Regierung dies festgelegt hat. USA, Kanada, Brasilien oder Russland haben mehrere Zeitzonen wo hingegen China nur 1 Zeitzone hat.

Ortszeit

Die obige Normalzeit besteht für eine komplette Zeitzone. Doch der Stand der Sonne sollte genauer ermittelt werden, nämlich in Bezug zum Geburtsort. Dazu benötigt man Längen- und Breitengrad des Geburtsortes.

Hat man vom Nullmeridian den Längengrad ermittelt müssen zur Geburtszeit bei östlicher Lage pro Längengrad 4 Minuten hinzuaddiert werden.

Ein Beispiel:

Berlin, Deutschland mit dem ca. Längengrad: 13.40°, ca. Breitengrad: 52.52°. Ist man am 10.05.1984 um 12 Uhr Mittags dort geboren, wird noch eine Stunde Sommerzeit hinzuaddiert, also 13 Uhr.

Jetzt werden pro Längengrad 4 Minuten hinzuaddiert, das sind 13,38 x 4 = 53,52 Minuten.

Demnach müssen zur Normalzeit von 13 Uhr noch 53,52 Minuten hinzuaddieren. Das ergibt 13:53 Uhr oder aufgerundet 13:54 Uhr.

Es sind noch weitere Berechnungen nötig, die hier nicht erläutert werden. Um diese Berechnungen müssen wir uns nicht kümmern, das macht das Computerprogramm.

Welche Berechnungen können sich ändern?

Ein Computerprogramm ist häufig für den Benutzer oder Astrologen so einfach wie möglich bedienbar gehalten. Der Geburtsort ist aus teilweise über 100.000 Orten wählbar. Darin enthalten ist auch die Sommerzeit für die zugehörigen Länder der Orte. Man muss also nichts selbst berechnen. Man gibt die Daten ein und das Astrologie-Programm kümmert sich um Alles.

Besonders das Berechnen der Sommerzeit ist hierbei wichtig. Wurde ein Astrologie-Programm 2000 erstellt und es gab kein Update oder man hat sich keines besorgt, kann sich die Sommerzeit von Ländern ändern. So wie beispielsweise Mallorca, die dauerhaft die Sommerzeit einführen möchten. Auch ein neues Programm kann dies unberücksichtigt lassen, wenn eine Regierung dies kurz danach ändert. Oft denkt man nicht an solche Dinge und kontrolliert sie nicht.

Kann man in seinem Astro-Programm diese Eingaben nicht selbst von Hand vornehmen oder kümmert sich nicht um Änderungen, können Horoskopberechnungen falsch sein.

Die Horoskope in unserem Mitgliederbereich berücksichtigen dies automatisch. Außer bei Personendaten in Kriegszeiten in Deutschland, sollte die Sommerzeit von der Geburtszeit händisch abgezogen werden. Es sind nur Geburtsdaten bis 100 Jahre möglich. Je älter jemand ist, desto unpräziser ist die Geburtszeit, da man in früheren Jahren auf oder abgerundet hat.

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